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„Auslandsdeutsche des Jahres“: RZ-Gründerin Petra Hall unter den Favoritinnen

MENSCHEN

Vor mittlerweile 27 Jahren hat Petra Hall mit der „RivieraZeit“ das deutschsprachige Magazin der Côte d’Azur gegründet. Nun ist sie bei der Wahl zur „Auslandsdeutschen des Jahres“ der Internationalen Medienhilfe unter die Top 3 gekommen. Um den Titel, der in diesem Jahr an Medienschaffende geht, konkurriert sie mit Friederike vom „Ibiza-Kurier“ sowie Elise von der „Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien (ADZ)“. Bis zum 7. Juli können Sie per Mail mit abstimmen!

Auslandsdeutsche Wettbewerb Medien Petra Hall

Zum zweiten Mal findet aktuell der von der Arbeitsgemeinschaft Internationaler Medienhilfe (IMH) organisierte Wettbewerb „Auslandsdeutsche des Jahres“ statt. Björn Akstinat, Leiter des Netzwerks der deutschsprachigen Auslandsmedien, hebt als Ziel die besondere Auszeichnung speziell für weibliche Mitglieder deutscher Gemeinschaften und Minderheiten rund um den Globus hervor, die etwas Besonderes geleistet hätten. Frauen seien weiterhin in vielen deutschen Institutionen im Ausland noch unterrepräsentiert. Zudem solle der Wettbewerb in Deutschland auf die großen kulturellen Leistungen und Traditionen der Auslandsdeutschen aufmerksam machen, von denen viele Bürger überhaupt nichts wüssten.

Beim ersten Wettbewerb im vergangenen Jahr setzte sich eine Ungarndeutsche gegen eine Mennonitin aus Paraguay, eine Brasiliendeutsche und eine Deutsche aus Australien durch.
Diesmal war Bewerbungsvoraussetzung das Engagement für deutschsprachige Zeitungen, Zeitschriften oder sonstige Medien im Ausland. Aus den aus aller Welt eingetroffenen Bewerbungen wurden von der Jury die drei aussichtsreichsten Kandidatinnen zur Endausscheidung zugelassen. Wer mitstimmen möchte, sollte bis zum 7. Juli den Name seiner Favoritin und den Name des Landes, aus dem er/sie abstimmt, an info@imh-service.de schicken. Die Kandidatin mit den meisten Stimmen gewinnt, das Ergebnis wird Mitte Juli bekannt gegeben.

Die Kandidatinnen im Kurzporträt:

1. Petra (Südfrankreich)
Petra Hall ist die Gründerin des deutschsprachigen Magazins "RivieraZeit" und weiterer Medien in Südfrankreich. Sie wurde in Hamburg geboren, wanderte 1973 nach Italien aus und lebt bzw. arbeitet seit 1995 an der Côte d’Azur. 27 Jahre lang erscheint nun schon die von ihr gegründete Publikation für die Deutschsprachigen an der Mittelmeerküste zwischen Marseille und Genua – anfangs mit dem Titel "Riviera-Côte d’Azur-Zeitung" und oft unter schwierigsten Bedingungen. Das heute daraus hervor gegangene Magazin "RivieraZeit" stellt die einzige komplett deutschsprachige Publikation Frankreichs dar.
Petra engagierte sich in der Vergangenheit nicht nur für die Presseprodukte aus ihrem Verlag, sondern als Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft Internationale Medienhilfe (IMH) über mehrere Jahre ebenfalls für die gesamten deutschsprachigen Medien im Ausland. In Südfrankreich, Monaco und dem westlichen Italien ist sie bei Prominenten und Politikern – wie zum Beispiel Fürst Albert – sehr bekannt. Ihre Kontakte und ihre Medien nutzte sie immer wieder, um die Völkerverständigung und die deutsche Kultur vor Ort zu fördern. Das brachte ihr unter anderem eine Auszeichnung der deutschen Botschaft in Paris für Verdienste um die deutsch-französische Freundschaft ein.

2. Friederike (Ibiza/Spanien)
Friederike ist Chefredakteurin und Verlegerin der deutschsprachigen Inselzeitung „Ibiza-Kurier“ in Spanien. Geboren wurde sie in Baden-Württemberg. Schon während ihres Studiums jobbte sie in den Sommer-Semesterferien häufig auf Ibiza, hauptsächlich bei einer Internetplattform, die über die dortige Partyszene informiert. Nach ihrem Studien-Abschluss 2008 zog sie ganz auf die spanische Mittelmeerinsel und veröffentlichte regelmäßig einen gedruckten Veranstaltungskalender mit redaktionellem Teil für die Partytouristen, bevor sie 2013 schließlich mit zwei Geschäftspartnern die Monatszeitung „Ibiza-Kurier“ gründete, die seitdem die deutschsprachigen Touristen und Bewohner der Insel mit Informationen versorgt. Zusätzlich organisiert sie Wanderungen, Buchlesungen, Unternehmer-Stammtische, ein beliebtes Zwiebelkuchenfest und engagiert sich im Deutschen Hilfsverein Ibiza und im Umweltschutz. Im Rahmen dessen initiierte sie die Kampagne „Ibiza sagt Nein“ gegen Erdölbohrung im Meer um die balearischen Inseln.

3. Elise (Siebenbürgen/Rumänien)
Elise leitet die Lokalredaktion der täglich erscheinenden "Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien (ADZ)" in Kronstadt/Brasov. Außerdem ist sie erfolgreiche Autorin von Theaterstücken. Von der deutschen Minderheit in Rumänien (dazu zählen hauptsächlich die Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben) wurde eine einzigartige deutschsprachige Infrastruktur aufgebaut – mit zahlreichen Vereinen, Schulen, Kirchen, Theatergruppen, TV-Programmen oder Zeitungen. Die Tageszeitung "ADZ" konnte am Anfang dieses Jahres bereits ihren 70. Geburtstag in ihrer Bukarester Zentrale feiern.
Elise engagiert sich neben ihrer journalistischen Arbeit stark in der Minderheiten-Selbstverwaltung der Siebenbürger Sachsen und schreibt Stücke für rumänisch- und deutschsprachige Theater in ihrer Heimat. Mehrere davon wurden auch in andere Sprachen übersetzt, im Ausland aufgeführt und mit Preisen ausgezeichnet. Das Magazin "Forbes" kürte sie 2014 zu einer von 20 Trendsetterinnen und Trendsettern Rumäniens. 2018 wurde sie von der Zeitschrift "Decat o Revista" in die Liste der "100 Personen, die das Rumänien von morgen prägen werden" aufgenommen.