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Bürgermeister sind gegen Tempolimit von 90 km/h auf der A8

WISSENSWERTES

Nach der Drohung des Präfekten der Alpes-Maritimes, die Geschwindigkeitsbegrenzung auf einem Teilstück der Autobahn A8 von 110 auf 90 km/h zu senken, haben sich nun die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden zu Wort gemeldet. Diese sind gegen die Senkung, wollen jedoch mit dem Präfekten und Repräsentanten des Autobahnbetreibers eine Lösung für die dauerverstopfte A8 finden.

Sie ist regelmäßig dicht: die A8 zwischen Antibes und Nizza. Die Bürgermeister der betroffenen Kommunen wollen sich an der vor kurzem entbrannten Diskussion um eine mögliche gesenkte Höchstgeschwindigkeit, von 110 auf 90 km/h, beteiligen. Nach Informationen von France-Bleu hat Lionnel Luca, Bürgermeister von Villeneuve-Loubet, dem Präfekten der Alpes-Maritimes, Georges-François Leclerc, der mit dieser Option gedroht hatte, Anfang der Woche einen Brief geschrieben. In diesem wünscht der Bürgermeister, dass sich die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden, die Präfektur des Departements und das Betreiber-Unternehmen Vinci zusammensetzen, um eine Lösung gegen den Dauerstau zu finden.

Wie France-Bleu berichtet, lehnt es auch der Bürgermeister von Saint-Laurent-du-Var, Joseph Segura, ab, das Tempolimit zu senken. Seiner Meinung nach sei es sinnvoller, Carsharing und „grünere“ Transportmittel zu bewerben. Louis Nègre, Bürgermeister von Cagnes-sur-Mer, sei unentschlossener. Überall wolle er die Begrenzung von 90 km/h nicht einführen, auf dem Abschnitt, der durch seine Kommune führt, würde er es allerdings nicht schlecht finden, da dadurch weniger Lärm und Abgase entstünden.

Der Präfekt hatte zuvor ein Ampel-System gefordert, durch das der Verkehr reguliert werden sollte. Vinci weigerte sich jedoch diese Installation zu zahlen, ohne die Autobahngebühren anzuheben. Daraufhin drohte der Präfekt damit, die Geschwindigkeitsbegrenzung auf dem betroffenen Abschnitt der A8 zwischen Nizza und Antibes ab 1. Oktober von 110 auf 90 km/h zu senken. Das sorgte für Protest bei den Politikern des Departements, wie dem Präsidenten des Conseil Départemental Charles-Ange Ginesy, der wiederum forderte, dass die A8 im Falle der gesenkten Geschwindigkeitsbegrenzung gratis zu befahren sein sollte.

CJ