Haupt-Reiter

Die blaue Invasion: Segelquallen im Fürstentum

MONACO

Während Touristen an schädliche Ölteppiche und Plastikmüll denken, wissen die Einheimischen Bescheid: Die Segelquallen sind wieder da. Jedes Jahr werden für ein paar Tage im Frühling ganze Kolonien der ungefährlichen Quallenart vom Wind angeschwemmt und verkommen an den Stränden, da sie sich nicht selbst aktiv fortbewegen können. Letzte Woche wurden sie zahlreich in Monaco in Hafen und die Bucht gespült.

 

Jedes Jahr im Frühling tauchen die Segelquallen an der Côte d'Azur auf.Es schien, als würde ein riesiges dunkles Tuch letzte Woche an der Wasseroberfläche im Hafen und in der Bucht von Monaco schwimmen. Doch bei näherem Betrachten ließen sich die fünf bis sieben Zentimeter großen Tiere erkennen. Durch ihren blauen Schimmer und mit einer Art Segel auf dem Rücken ist die Identifizierung einfach: die Segelqualle, lateinisch Velella Velella, wurde wieder angespült. 

An den Küsten des Mittelmeers ist dieses Szenario nicht selten. Alljährlich zwischen Mai und Juni werden immer wieder für einige Tage ganze Schwärme der Segelqualle angeschwemmt, denn diese Art der Qualle kann sich nicht selbst aktiv fortbewegen. Ihre Lebensdauer ist daher recht kurz. Vom Wind getrieben kommen sie in tropischen und subtropischen Gewässern vor, wie im Mittelmeer.

Wenn die Schwärme nach ihrer Strandung der Sonne ausgesetzt sind, verbreitet sich schnell ein unangenehmer Geruch. Um eine hohe Anreicherung der Segelquallen im Fürstentum zu vermeiden, werden die Tiere, soweit möglich, vorher abgefangen. 

 

Larissa Bleckmann