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Die rüpelhaftesten Autofahrer Frankreichs sind aus dem Süden

PACA

In der Region Provence Alpes Côte d’Azur (PACA) Auto zu fahren, ist gefährlicher als anderswo im Hexagon. Das zeigt eine aktuelle Befragung im Auftrag der „Fondation Vinci Autoroutes“. Vor allem Müdigkeit am Steuer ist ein großes Problem.

Smartphone am SteuerEs sind besorgniserregende Zahlen, die die Stiftung des Autobahnbetreiber „Vinci“ heute in ihrem jährlichen „Barometer des Fahrverhaltens“ veröffentlicht. Zum dritten Mal in Folge ist die Anzahl der Todesfälle auf den Straßen Frankreichs wieder angestiegen (3469). Eine ähnliche Negativserie gab es zuletzt vor fast einem halben Jahrhundert.

Schlechte Noten erhalten dabei die Autofahrer der Region PACA. Sie sind laut der Befragung die rüppelhaftesten Fahrer des Landes. Die Gründe dafür sind vielfältig: So gaben etwa 84 Prozent an, den Sicherheitsabstand auf der Autobahn nicht zu berücksichtigen. 62 Prozent bremsen bei Baustellen auf der Straße nicht genügend ab. Schlecht sieht es auch beim Thema Müdigkeit aus: Neun von zehn Autofahrern in der Region geben zu, zu müde am Steuer zu sitzen. Die Folge davon sind oft Unfälle ohne Fremdverschulden. Auch an die angeratenen Pausen nach zweistündiger Fahrt halten sich viele Fahrer der Region PACA nicht. Im Schnitt fahren sie fast drei Stunden am Stück. Trotz diesen Zahlen sehen sich über drei Viertel der Automobilisten im Südosten Frankreichs als gute Autofahrer.

Auch auf nationaler Ebene sieht die „Fondation Vinci“ Nachholbedarf. So gaben 91 Prozent aller Franzosen an, regelmäßig zu schnell zu fahren. Die Hälfte missbraucht zudem die Hupe. Ein weiteres Problem sind Smartphones: Trotz Handy-Verbot am Steuer verschicken rund ein Drittel aller Franzosen regelmäßig SMS und E-Mails während der Fahrt.

Roman Michel