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Lange Wartezeiten: Polizeimangel an Nizzas Flughafen

CÔTE D’AZUR

Zu langen Warteschlangen kommt es derzeit am Flughafen in Nizza. Der Grund ist ein akuter Mangel an Polizisten. Für die Sommerhochsaison hofft man auf weitere Unterstützung.

Flughafen NizzaDie Verwaltungsgesellschaft des Flughafens Nizza hat gestern Morgen einen Tweet auf Twitter geteilt, um sich für die langen Warteschlangen bei der Kontrolle am Flughafen zu entschuldigen und im selben Zug die Bitte an die zuständigen Ministerien geäußert, dass sie dringend mehr Polizisten benötigen. Besonders, bevor die großen Massen an Passagieren, die dieses Jahr Rekordzahlen bringen sollen, in der Urlaubszeit am Flughafen in Nizza landen.

„Ich habe das noch nie gesehen“, sagt Celya Boumedien, Abteilungssekretärin der Unite SGP Police Union, zu einem Bild einer monströsen Warteschlange im Terminal 2 im Abflugbereich. Das aus der Videoüberwachung extrahierte Foto wurde von der Verwaltungsgesellschaft getwittert, um die dramatische und tägliche Situation zu veranschaulichen, die sich am Flughafen derzeit bietet.

Das Problem sei ein akuter Personalmangel, wie die Tageszeitung Nice-Matin berichtet. Es gibt 136 Polizisten und die Hälfte von ihnen ist, wegen Krankheit oder Jahresurlaub, abwesend. Zudem sank die Zahl der Beamten von 146 im Jahr 2017 auf 136 Polizisten im Jahr 2018, während der Flugverkehr weiter zugenommen hat. Seit Jahren versucht man auf dieses Problem aufmerksam zu machen. Bald beginnt die Hochsaison und die Arbeitsbedingungen verschlechtern sich für die Polizisten. Einige seien an ihren Grenzen und einem Burnout nahe. Gefordert sind mindestens zehn zusätzliche Beamte.

Im vergangenen Jahr kamen neun Millionen internationale Passagiere am Flughafen in Nizza an. „Wir hatten manchmal 2 Stunden und 45 Minuten Wartezeit am Grenzübergang und 327 Flugzeugverspätungen aufgrund dieses Problems! Wenn die Passagiere des großen Airbus A380 aus den Golfstaaten aussteigen, schätzen sie ein gewisses Ansehen und eine gewisse Leichtigkeit. Wenn wir nicht in der Lage sind, uns auf den neuesten Stand zu bringen, werden sie woanders hingehen und die ganze Region wird darunter leiden“, klagt Celya Boumedien. Die Anfrage nach Verstärkung wurde an die Ministerien weitergeleitet.

NB