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Mehrheit der Franzosen für Rauchverbot an Stränden

CÔTE D’AZUR

An einigen Stränden in den Alpes-Maritimes ist das Rauchen mittlerweile verboten. Bei Missachtung des Verbots droht eine Geldstrafe. Die meisten Franzosen stehen dem Rauchverbot positiv gegenüber.

Nichtraucherstrand2012 wurde der Strand „le Centenaire“ in Nizza zum ersten Nichtraucherstrand Frankreichs erklärt. Seitdem wurde an vier weiteren Stränden in Nizza ein Rauchverbot ausgesprochen, Tendenz steigend. Außerdem wurden an vielen Stränden in den Alpes-Maritimes Nichtraucherzonen eingerichtet. Wer das Verbot ignoriert, kann mit einer Geldstrafe in Höhe von bis zu 38 Euro belangt werden.

Die Meinungen der Franzosen zum Rauchverbot an einigen Stränden gehen auseinander: Während die einen der Ansicht sind, das Rauchverbot sei – ebenso wie das Badeverbot in der Nacht – übertrieben, heißt die Mehrheit der Franzosen das Rauchverbot gut. Laut einer von Ipsos realisierten Studie sprechen sich 72 Prozent der Befragten für den Nichtraucherschutz an französischen Stränden aus. 43 Prozent stehen dem Rauchverbot sogar sehr positiv gegenüber. Lediglich 28 Prozent sind dem Rauchverbot abgeneigt.

Die Gründe für das Rauchverbot an Stränden liegen auf der Hand. Weggeworfene Zigarettenstummel stören das Bild eines idyllischen Strandes und schaden der Umwelt. Vor allem aber sollen Kinder und Nichtraucher vor dem giftigen Rauch geschützt werden.

In Nizza sind bisher gerade mal elf Prozent der öffentlichen Strände reine Nichtraucherstrände. Obwohl das Rauchverbot dort von der Polizei überwacht wird, besteht das Ziel weniger darin, Geldstrafen zu verhängen. Vielmehr sollen Raucher sensibilisiert werden, Rücksicht auf andere Badegäste zu nehmen, heißt es aus dem Rathaus Nizza.

Birgit Kieckhäfer