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Menton: Mit Messer bewaffneter Obdachloser von Polizei erschossen

CÔTE D’AZUR
In der Grenzstadt Menton (Alpes-Maritimes) ist gestern ein Obdachloser von der Polizei erschossen worden. Nach einem Selbstmordversuch in der Nähe des Bahnhofs war der Mann mit einem Messer auf die herbeigeeilten Rettungskräfte losgegangen. Ein Polizist eröffnete daraufhin das Feuer und verletzte den Obdachlosen dabei tödlich.

Obdachloser Selbstmord Polizei Tod Erschossen Süden Frankreich Bahnhof Park Die Geschehnisse ereigneten sich gestern Abend um 20 Uhr im Quartier Carei von Menton. Gemäß der Lokalzeitung Nice Matin handelt es sich bei dem Verstorbenen um einen zirka 50-jährigen obdachlosen Belgier. Dieser verbrachte gestern angeblich viel Zeit auf einem Platz an der Promenade du Maréchal-Leclerc-de-Hautecloque in der Nähe des Bahnhofs. Der Mann erschien Passanten sehr aufgewühlt, bevor er anfing, sich mehrmals die Adern an beiden Armen, die Knöchel und den Hals aufzuschlitzen.

Nach Informationen von Nice Matin sind die Feuerwehr und die Polizei von Menton eingeschritten und sollen zuerst versucht haben, den Obdachlosen mit Hilfe eines Tasers unter Kontrolle zu bringen. Dies schlug jedoch fehl, woraufhin der Mann sich erhob und mit einem Messer bewaffnet auf die Rettungskräfte losging. In diesem Moment eröffnete ein Polizeibeamter das Feuer – aus Notwehr, um einen seiner Kollegen zu beschützen, so ein Sprecher der Polizei-Gewerkschaft zu Radio France. Die Ermittlungen in dem Fall wurden der Kriminalpolizei von Nizza und der Generalinspektion der Polizei (IGPN) anvertraut.

JM