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Monaco: Spektakulärer Raubüberfall auf Luxus-Juwelier Cartier

MONACO

Das Fürstentum war am vergangenen Wochenende in Aufruhr: Am Samstag wurde nachmittags eine Boutique des Juweliers Cartier im Herzen Monacos überfallen. Der Kleinstaat wurde daraufhin komplett abgeriegelt, sodass die Diebe noch in derselben Nacht verhaftet werden konnten.

Luxus-Juwelier Cartier in MonacoSamstag, 24. März, überfielen gegen 15.40 Uhr drei Männer ein Geschäft des Luxus-Juweliers Cartier nahe des Casinos im Herzen von Monaco. Ein weiterer Komplize wartete vor der Boutique in einem Auto. Einer der Diebe wurde sofort auf frischer Tat ertappt: Der Mann war bewaffnet und hatte einen Teil der Beute bei sich. Die Polizei hatte sofort den Bereich um das Geschäft abgeriegelt. Auch Touristen und Kunden waren im Casino und den umliegenden Boutiquen für mehrere Stunden eingesperrt und wurden erst gegen 19 Uhr wieder freigelassen.

Das gesamte Fürstentum wurde kurze Zeit nach dem Überfall vollständig abgeriegelt, sodass zwei der Flüchtigen noch in derselben Nacht vor Ort gefasst werden konnten.  Das vierte Mitglied der Gruppe wurde am frühen Sonntagmorgen in Roquebrune-Cap-Martin unweit von Monaco festgenommen und befindet sich nun in Nizza in Polizeigewahrsam.

Der Wert der Beute, die durch die Polizei sichergestellt werden konnte, ist noch nicht bekannt. Die Ermittlungen würden noch ein wenig Zeit brauchen aufgrund der großen Menge der geraubten Stücke.

Der Luxus-Juwelier ist an der Côte d’Azur nicht das erste Mal Zielscheibe für Räuberbanden: Vor nicht einmal zwei Jahren, im Mai 2015, wurde eine Cartier-Boutique in Cannes wenige Wochen vor Eröffnung der Filmfestspiele überfallen und Schmuckstücke und Uhren im Wert von 17,5 Millionen Euro geraubt.

Der letzte Überfall auf einen Juwelier im Fürstentum ereignete sich 2012: Damals überfielen vier Männer aus Litauen einen Schmuckhändler und klauten Uhren im Wert von 200.000 Euro. Die Räuber wurden auf frischer Tat ertappt und zu 5 bis 13 Jahren Haft verurteilt. Bleibt abzuwarten, welche Strafe nun den Schmuck-Räubern des vergangenen Wochenendes blüht.

Clara Swaboda