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Monte-Carlo Masters: Nadal will’s noch mal wissen

SPORT

Für die Spieler ist es ein “Nachhausekommen”, für Zuschauer ein einmaliges Sport-Erlebnis: das Monte-Carlo Masters, diesmal vom 13. bis 21. April.

Es fühle sich an wie “nach Hause kommen”, sagen die einen; ihn verbinde eine “Love Story” mit dem Turnier, sagt Rafael Nadal. Doch beileibe nicht nur die Spieler freuen sich Jahr für Jahr auf Europas wichtigstes Masters-1000-Tennisturnier: Auch für Zuschauer bleibt es ein Turnier wie kein anderes.

Unter der frühlingshaft warmen Côte-d’Azur-Sonne, die sich zumeist gnädig zeigt mit den Menschenmengen auf den Tribünen, spielen sich Weltklasse-Matches ab. Trotz ausverkaufter Ränge auf den Plätzen mit Meerblick bleibt das Setting ein familiäres: Die Spieler sind nahbar, geben bereitwillig Autogramme und lassen sich beim Trainieren über die Schulter schauen.

Die besten der Rangliste kommen jedes Jahr zum Monte-Carlo Masters am Rande des Fürstentums, doch als Sieger geht seit mehr als einer Dekade für gewöhnlich derselbe Spieler vom Platz: Rafael Nadal will in diesem Jahr seinen zwölften Titel auf der Asche des Country Clubs holen.

Mehr denn je werden ihm aber vermutlich die jungen Wilden das Leben schwer machen: Mit Zverev, Thiem, Tsitsipras, Khachanov, Shapovalov oder Coric wartet gleich eine ganze Riege talentierter Newcomer auf ihre Chance gegen den Spanier. "Angst haben die nicht vor den Großen", sagte Turnierdirektor Zeljko Franulovic der RivieraZeit. "Bis die die Weltspitze übernehmen, wird es nicht mehr lange dauern."

Auch am Rande so einer Turnierwoche im Country Club Monte-Carlo tut sich so einiges. Showmatches und Benefizaktionen, die immer freitagabends vor den Halbfinals im Salle des Etoiles veranstaltete Grande Nuit du Tennis (im Beisein zahlreicher Spieler, 230 Euro pro Person) – oder auch die Verleihung von Auszeichnungen.

2018 richteten sich zwischenzeitlich alle Augen auf Boris Becker, der auf dem Court Central den Siegelring der "Tennis Hall of Fame" verliehen bekam. In die Ruhmeshalle war er schon 2003 aufgenommen worden; die Ringe werden den Geehrten bei späterer Gelegenheit an einem für sie bedeutungsvollen Platz überreicht.

Monaco ist für Becker mit vielen Erinnerungen verbunden: Der einstige Weltranglistenerste hatte hier als junger Spieler zeitweise seinen Wohnsitz, stand zweimal im Finale des Turniers und kehrte zuletzt mehrmals als Trainer auf die Asche des Country Clubs zurück. Becker nach der Verleihung: “Als junger Mensch bist du dir deiner Leistung gar nicht richtig bewusst. Erst mit der Zeit kannst du das alles einschätzen. Und erst recht, wenn dir eine Ehre zuteil wird wie die Aufnahme in die Hall of Fame.”

Übrigens: Wer keine Eintrittskarte (ab um die 20 Euro) mehr ergattern sollte, kann das Turnier erstmals live auf Eurosport im TV verfolgen!

Aila Stöckmann

Tickets & Info:
montecarlotennismasters.com