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Teuer wohnen: In Nizza ziehen Mietpreise am stärksten an

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Unter Frankreichs Städten mit mehr als 148.000 Einwohnern ist Nizza diejenige, in der die Mieten innerhalb von zwölf Monaten am stärksten gestiegen sind: im Schnitt um 2,4 Prozent. 

Während die Mieten 2017 im Privatsektor frankreichweit laut Mietpreis-Beobachter Observatoire Clameur im Schnitt um 0,6 Prozent gesunken sind, kletterten sie in Côte d’Azur-Metropole um 2,4 Prozent. 2015 waren die Mieten hexagonweit zum ersten Mal seit knapp 20 Jahren (Gründung des Observatoire: 1998) gefallen, damals um durchschnittlich ein Prozent. Im vergangenen Jahr hatten sie bereits wieder um ein Prozent zugelegt. Im Schnitt zahlten Mieter im laufenden Jahr 12,50 Euro pro Quadratmeter. 1998 lag diese Zahl bei 8,30 Euro. 

Nach dem Großraum Paris sind die Mieten im Departement Alpes-Maritimes mit Abstand am höchsten: Pro Quadratmeter zahlt man hier im Schnitt 15 Euro (Stand August 2017). Im Nachbardepartement Var liegt die Zahl bei 11,80 Euro. In den Alpes-Maritimes sind die Mieten in den vergangenen zwölf Monaten im Schnitt um 1,6 Prozent gesunken, im Var unverändert geblieben.

In Frankreichs großen Städten (mehr als 148.000 Einwohner) bietet sich ein uneinheitliches Bild. Nizza führt den Vergleich an: Hier legten die Mietpreise innerhalb eines Jahres um 2,4 Prozent zu (Stand Ende November 2017). Auch in Lyon, Montpellier, Nîmes und Lille stiegen die Preise - wenn auch weniger stark und generell auf niedrigerem Niveau. In Paris (mit 25,50 Euro pro Quadratmeter der teuerste Fleck Frankreichs) stiegen die Preise nur um ein Prozent und blieben damit unterhalb der Inflationsrate. Ähnlich sieht es in Städten wie Reims, Nantes, Straßburg und Toulon aus. Gesunken sind die Mieten dagegen unter anderem in Bordeaux, Marseille (minus 1,9 Prozent), Grenoble und Rennes.