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Tuberkulose-Fall an internationaler Schule in Valbonne

CÔTE D'AZUR & PROVENCE

TuberkuloseDie regionale Gesundheitsagentur der Region Provence-Alpes Côte d’Azur hat diese Woche offiziell den Fall einer Lungentuberkulose bekannt gegeben. Eine Schülerin der internationalen Schule, CIV, Valbonne erkrankte Ende Februar an der Infektionskrankheit.

Die regionale Gesundheitsagentur (ARS) der Region Provence-Alpes Côte d’Azur (PACA) bestätigte diese Woche in einer Verlautbarung den Tuberkulose-Fall, der Ende Februar am Centre scolaire international (CIV) in Valbonne auftrat. Die erkrankte Schülerin befindet sich seit dem 27. Februar im Krankenhaus von Antibes in Behandlung. Der Fall wurde am 2. März dem Zentrum für den Kampf gegen Tuberkulose der Alpes-Maritimes (Clat) gemeldet. „Die Patientin bekommt eine angemessene Behandlung, es handelt sich um eine nicht-resistente Form der Tuberkulose“, teilte die Gesundheitsbehörde mit.

Tuberkulose ist eine hochansteckende Krankheit und wird über Tröpfcheninfektion übertragen. Die Ansteckungsgefahr ist bei bei engem und wiederholtem Kontakt besonders hoch. Die Gesundheitsbehörde versicherte, dass alle Personen im engen Umkreis der Erkrankten untersucht wurden und kein weiterer Verdacht auf Tuberkulose bestehe. In den Departements Alpes-Maritimes und Bouches-du-Rhône würden derzeit Personen mit gelegentlichem Kontakt zu der Infizierten untersucht werden.

Die in der westlichen Welt nur selten vorkommenden Tuberkulose-Fälle sorgen in Europa für Aufsehen: Tatsächlich ist die Krankheit, die jahrhundertelang als regelrechte Seuche grassierte, in unseren Breiten fast vollständig ausgerottet. Weltweit sterben aber laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) immer noch etwa 1,5 Millionen Menschen im Jahr an der stark ansteckenden und ohne entsprechende Behandlung meist tödlichen Krankheit.

Nur fünf bis zehn Prozent der Infizierten erkranken tatsächlich im Laufe ihres Lebens an Tuberkulose - besonders gefährdet sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, etwa Kinder und HIV-Infizierte. Kommt es tatsächlich zum Ausbruch der Krankheit, kann diese schnell erkannt und meist erfolgreich behandelt werden.

Wie kann man die Krankheit erkennen? Tuberkulose befällt in der Regel die Lunge und sorgt für Luftnot und Hüsteln, in schweren Fällen auch für Bluthusten. Weitere Symptome sind Müdigkeit und Schwäche, Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme, geschwollene Lymphknoten, leichtes Fieber, besonders in den Nachmittagsstunden, und  Nachtschweiß. Tuberkulose-Erkrankte müssen sich einer Behandlung mit sehr wirksamen Antibiotika unterziehen, die mindestens ein halbes Jahr andauert, um einen möglichen Rückfall zu verhindern. 

Clara Swaboda