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Studie: Viele Ertrinkungsunfälle diesen Sommer in Frankreich

FRANKREICH

Die Studie „Noyades 2018“ verzeichnet bisher 1758 Ertrinkungsunfälle in diesem Sommer in Frankreich. Im Vergleich zu 2015 haben sich die Zahlen verdoppelt. Insbesondere in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur häufen sich die Unfälle.

Eine Zwischenbilanz der öffentlichen Studie „Noyades 2018“, die die Agentur Santé Publique France durchführt, wurde letzte Woche veröffentlicht und ist besorgniserregend. Zwischen dem 1. Juni und dem 10. August seien 1758 Menschen ertrunken oder beinahe ertrunken, mehr als doppelt so viele wie in der gleichen Periode 2015.

902 der Fälle wurden als Unfälle eingestuft, 84 wurden mit Absicht herbeigeführt und 772 Fälle werden noch untersucht. Die Zahl der Ertrinkungsunfälle mit Todesfolge habe sich hingegen nur leicht erhöht. Bis zum 10. August seien 373 Menschen ertrunken, 2015 waren es 329.

In der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur (PACA) seien mit 136 Badeunfällen, 24 davon mit Todesfolge, hinter der Region Okzitanien die meisten Fälle zu verzeichnen. Erst vorgestern ist wieder eine Frau in Valbonne im eigenen Schwimmbad ertrunken, wie Nice Matin berichtete.

Insbesondere Kinder seien gefährdet: Bei den unter Sechsjährigen habe es 255 Unfälle gegeben, das seien zwar mehr als 2015, die Zahl der Unfälle mit Todesfolgen sei jedoch kaum angestiegen (2018: 20 / 2015: 19). Die Autoren der Studie weisen darauf hin, dass Menschen jeden Alters an jedem Badeort ertrinken könnten. Die meisten Unfälle geschehen jedoch im Meer sowie in privaten Schwimmbädern.

Um Unfälle zu vermeiden, sollten Kinder nie aus den Augen gelassen sowie beim Schwimmen begleitet werden. Erwachsene sollten sich und ihre Fitness nicht überschätzen, in überwachten Zonen baden und langsam ins Wasser gehen. Zudem sollten schwere Mahlzeiten und Alkohol vor dem Schwimmen vermieden werden.

CJ